Julius Weil
Geburtsdatum und -ort
28. Juli 1892 in Weiler
Sterbedatum und -ort
12. Juli 1917 in Mannheim
Beruf
Kaufmann
Wohnadressen in Sinsheim und den Stadtteilen
- 1892 bis 1893: Weiler, Haus Nr. 24 (frühere Nummerierung)
- 1897: Sinsheim, Hauptstraße 88 (heutige Nummerierung)
- 1900 bis 1917: Sinsheim, Bahnhofstraße 30 (frühere Nummerierung)
Biografie
Julius Weil war der Sohn des Kaufmanns Gustav Weil und seiner Ehefrau Nannette Weil geborene Wertheimer. Zum Zeitpunkt seiner Geburt wohnten seine Eltern noch in Weiler. 1893 zog die Familie nach Sinsheim. Julius Weil besuchte die Realschule Sinsheim ab dem Schuljahr 1901/02. Er legte die Abschlussprüfung im Juli 1909 ab. Als Berufswunsch gab er Kaufmann an.
Gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sich Julius Weil freiwillig. Er nahm an 28 Schlachten und Gefechten teil, erhielt die Friedrichs-Verdienstmedaille und bildete in Villingen Truppen aus. Im Rang eines Unteroffiziers starb Julius Weil am 15. Juli 1917 in einem Mannheimer Lazarett an den Folgen einer Erkrankung. Der Sinsheimer "Landbote" würdigte seine Verdienste als Soldat und schilderte ausführlich den Trauerzug vom Bahnhof in Sinsheim zum jüdischen Friedhof sowie die Beerdigung dort am 17. Juli 1917. In der Ehrenchronik für die Teilnehmer am Ersten Weltkrieg, die 1934 erstellt wurde, ist ein Blatt mit Foto für ihn angelegt – allerdings ohne weitere Angaben.
Quellen und Literatur
- Stadtarchiv Sinsheim, SNH B 209; Geburts-Hauptregister der Gemeinde Weiler, Amtsgerichts Sinsheim, für das Jahr 1892, Nr. 19.
- Generallandesarchiv Karlsruhe, 233 Nr. 40395.
- Großherzogliche Realschule Sinsheim (Hrsg.): Neunundfünfzigster Jahres-Bericht für das Schuljahr 1901/1902, Sinsheim 1902.
- Realschule Sinsheim (Hrsg.): Jahresbericht für das Schuljahr 1908/1909, Sinsheim 1909.
- Der Landbote Nr. 82 vom 17. Juli 1917.
Bildnachweis
- Stadtarchiv Sinsheim
Autorin
Wiltrud Flothow
