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Alice Scherer

Geburtsdatum und -ort
12. November 1913 in Sinsheim

Sterbedatum und -ort
1942 im Konzentrationslager Auschwitz

Wohnadressen in Sinsheim und den Stadtteilen

  • 1913 bis 1935: Sinsheim, Hauptstraße 82 (aktuelle Nummerierung)

Biografie

Alice Scherer war das vierte und jüngste Kind der Eheleute Moritz Scherer und Anna Scherer geborene Dreyfuß. Als ihre Mutter 1916 starb, war sie gerade drei Jahre alt. Alice Scherer besuchte die Volksschule in Sinsheim, anschließend eine Mädchenfortbildungsschule. Sie blieb ledig und lebte in Sinsheim seit ihrer Geburt mit kurzen Unterbrechungen bis zu ihrem Umzug nach Colmar am 1. Mai 1935. 1940 ging Alice Scherer nach Paris.

Nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf die Niederlande, Belgien und Frankreich im Mai 1940 ordnete die französische Regierung die Internierung aller deutschen Frauen an. Viele der "feindlichen Ausländerinnen", die vor den Nationalsozialisten aus Deutschland und Österreich geflohen waren, kamen in das Lager Gurs. So erging es auch Alice Scherer. Sie war vom 15. Mai 1940 bis 6. August 1942 in Gurs, kam dann in das Sammel-Verschleppungslager Drancy, und von dort am 10. August 1942 nach Auschwitz. Von Paris aus meldete man dem Reichssicherheitshauptamt in Berlin, z. H. von Eichmann, dem Inspekteur der Konzentrationslager in Oranienburg und dem Konzentrationslager in Auschwitz, dass der Transportzug Nr. D 901/12 den Abgangsbahnhof Le Bourget-Drancy am 10. August 1942 um 8:55 Uhr mit 1.006 Personen verlassen hatte. Im Zug waren Frauen und Männer, 997 Deutschen, fünf Polen, je ein Russe, Franzose, Österreicher und Tschechoslowake. Dem Transportführer Feldwebel Krüger gab man die namentliche Abschubliste (Nr. 17) in doppelter Ausfertigung mit, offensichtlich von einer französisch sprechenden Person getippt. Jeder der Deportierten erhielt eine Nummer, der Nachname und Vorname waren angegeben, das Geburtsdatum, der Geburtsort, der Beruf und die Nationalität. Alice Scherer hatte die Nummer 758, geboren am 12. November 1913, Sinsheim. Sie war S. P., d. h. "sans profession" (ohne Beruf) und "Allemande". Alice Scherer wurde nach der Ankunft in Auschwitz ermordet. Zum 8. Mai 1945 erklärte sie das Amtsgericht Berlin-Schöneberg für tot. Ihre Schwester Miriam Blum füllte für Alice bzw. Alisa ein Gedenkblatt in Yad Vashem aus.

Quellen und Literatur

  • Standesamt Sinsheim, Geburts-Hauptregister der Gemeinde Sinsheim, Amtsgerichts Sinsheim, für das Jahr 1913, Nr. 70.
  • Generallandesarchiv Karlsruhe, 480 Nr. 23004.
  • Hauptstaatsarchiv Stuttgart, EA 99/001 Bü 161.
  • Abschubliste Nr. 17: Transport v. 10.08.42 v. Drancy n. Auschwitz, 1.1.9.1/11180461, 11180463, 11180489/ITS Digital Archive, Arolsen Archives
  • Such- und Bescheinigungsvorgang Nr. 465.231 für Scherer, Alice geboren 12.11.1913, 6.3.3/06030302.0.465.231/ITS Digital Archive/Arolsen Archives.
  • Yad Vashem, Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer,

Eintrag zu Alice Scherer

  • Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (Hrsg.): "...es geschah am helllichten Tag!" Die Deportation der badischen, pfälzer und saarländischen Juden in das Lager Gurs/Pyrenäen. Historische Darstellung. Materialien für den Unterricht, 4. Aufl. Stuttgart 2005.

Bildnachweise

  • Privatbesitz
  • Stadtarchiv Sinsheim

Autorin

Wiltrud Flothow